Sommerreise 2026 Polen und Litauen

 

Teil 2: Hier geht´s weiter nach Lettland

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Endlich ist es wieder soweit, das Reisemobil ist gepackt und startklar und wir freuen uns schon lange wieder auf ein neues Abenteuer.

Grob geplant haben wir eine Reise ins Baltikum, wo wir schon 2019 eine traumhafte Zeit verbracht haben. Da wir es nicht eilig haben,

werden wir uns zunächst durch den Osten von Deutschland, um dann entlang der polnische Küste in Richtung Litauen zu fahren.

Wir starten das Ganze zum 1. August 2026, wieder einmal nach einer großen Familienfeier, die wir dieses Mal in Fulda durchführen werden. 

Es wäre schön und wir freuen uns, wenn ihr uns auch auf dieser Reise wieder begleitet und uns mit Tipps und Informationen zu interessanten

Sehenwürdigkeiten entlang unserer Route unterstützt. Unser "Gästebuch" steht euch für eure Kommentare und Anregungen zur Verfügung.

Unsere Erlebnisse werden dann, wie gewohnt, immer aktuell und mit zahlreichen Fotos, auf diesen Seiten eingestellt. Es lohnt sich also,

wenn man ab der nächsten Woche hin und wieder mal hier vorbei schaut. Wir freuen uns auf jeden Fall über jeden Besuch.

 

 

Wer auch in Zukunft unsere Arbeit mit einer leckeren Tasse Kaffee unterstützen möchten,
der hat nun die Möglichkeit, uns über den folgenden Button eine Tasse zu spendieren.


Wir bedanken uns ganz herzlich dafür.

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Montag, 03.08.2026

So, jetzt haben wir schon den 3. August, da wird es doch Zeit, dass wir uns wenigstens kurz mal bei euch melden.
Viel ist noch nicht passiert, aber wir sind inzwischen kurz vor der polnischen Grenze angekommen.



Als wir am Donnerstag in Fulda ankamen, steuerten wir geradewegs zur "Fasanerie", um dort die Nacht zu verbringen.



Die Fasanerie kennen wir schon aus dem letzten Jahr, als wir unsere Rumänien-Tour in Fulda gestartet hatten.



Am Freitagmorgen fuhren wir dann zum Sippelshof, um uns schon früh einen guten Schlafplatz zu sichern.



Nach einer tollen Hochzeitsfeier, bei unglaublichen Temperaturen, starteten wir dann am Sonntag in Richtung Frankfurt (Oder).



Gegen Nachmittag erreichten wir Freyburg an der Unstrut, der Ort der Sektkellerei "Rotkäppchen" und verbrachten dort eine tropische Nacht.



Heute Vormittag ging es dann weiter in Richtung Spreewald, wo wir die heutige Nacht verbringen werden.



Wir haben einen Schlafplatz am Scharmützelsee gefunden und stehen ganz alleine in einem Waldstück,
direkt am Yachthafen von Bad Saarow. Morgen früh wollen wir weiter an die Oder und über die Grenze nach Polen fahren.


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Dienstag, 04.08.2026

Heute Morgen haben wir uns mal ein bisschen Zeit gelassen, denn die Nacht war heiß und man fühlte sich beim Aufwachen schon fast wieder müde ;-)

Zum Glück hatte ich vor der Reise noch ein paar kleine Änderungen an unserem Auto vorgenommen, wie z. B. das interne WLan-Netz verstärkt,
den Kühlschrankwärmetauscher mit Ventilatoren unterstützt und .....



.....die Midi-Hecki´s mit 2x200mm Ventilatoren ausgestattet. Die Lüfter drehten sich heute Nacht ununterbrochen und schaufelten
die kühlere Außenluft ins Fahrzeuginnere.
Als es dann endlich losging, fuhren wir zunächst über die polnische Grenze, auf die andere Flussseite der Oder und dann weiter
nach Zórwaki (Kronstein) zum verwunschenen Wald "Krzywy Las".
In dem Wald gibt es eine ungewöhnliche Sache, denn dort sind fast alle Bäume krumm gewachsen.

Der Krumme Wald (polnisch: Krzywy Las) ist ein einzigartiges, geschütztes Naturdenkmal im Nordwesten Polens
nahe der Grenze zu Deutschland. Das Phänomen besteht aus einer Gruppe von schätzungsweise 70 bis 100 Kiefern, die am
Stammende alle eine markante, bogenförmige Krümmung nach Norden aufweisen, bevor sie wieder gerade in den Himmel wachsen.


Das Rätsel um die Entstehung:

Die Bäume wurden vermutlich um 1930 bis 1934 gepflanzt. Als sie etwa 6 bis 10 Jahre alt waren, passierte etwas, das ihren Wuchs dauerhaft veränderte.
Bis heute gibt es keine wissenschaftlich bewiesene Erklärung, weshalb sich die Bäume so verformen, jedoch existieren sehr konkrete Theorien.

Menschliche Absicht (Wahrscheinlichste Theorie):


Förster oder Stellmacher könnten die jungen Stämme absichtlich manipuliert, eingeschnitten oder heruntergebunden haben.
Krummholz war im Handwerk extrem begehrt, um daraus Kufen für Schlitten, Fässer oder geschwungene Schiffsteile herzustellen.
Durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde das Holz vermutlich nie geerntet.



Die Weihnachtsbaum-Theorie:

Forstarbeiter könnten die jungen Kiefern gekappt haben, um die Spitzen als Weihnachtsbäume zu verkaufen.
Ein verbliebener, unterer Seitenast übernahm danach die Funktion des Hauptstammes und wuchs im Bogen nach oben weiter.

Mythen:

Lokale Legenden sprechen oft scherzhaft von Hexerei, paranormalen Aktivitäten oder von Panzern, die im Krieg über die jungen Bäume gerollt sein sollen.


Es war auf jeden Fall ein interessanter Zwischenstopp und auch Sunny hatte an den krummen Bäumen ihren Spaß.
Im Anschluss ging es dann weiter durch das Verkehrschaos von Stettin in Richtung Ostseeküste.



Ein letzter Übernachtungsstopp vor dem Meer.



 Und am Abend ein wenig den Anglern zuschauen.

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Mittwoch, 05.08.2026

Heute haben wir die Ostseeküste von Polen erreicht und wir können leider nicht viel darüber berichten, denn es war einfach nur ein
befremdliches Gefühl für uns. Die Straßen waren überfüllt von Sommerurlaubern und Touristen, die Ortschaften zugepflastert
von Marktständen und sonstigen Fressbuden und Souvenirläden. Die Cranger Kirmes ist dagegen ein Kurort. Da wir den kompletten
Küstenstreifen schon 2021 abgefahren haben, haben kurzerhand unsere Pläne geändert und haben uns etwas weiter in das Innenland verzogen.
Dort sind die Stellplätze noch leer und gemütlich.



Auf dem Weg in Richtung Osten kommen wir natürlich auch durch einige Ortschaften und Kleinstädte und es
ist eine interessante Abwechslung, sich immer wieder einmal in den Orten umzuschauen. Anders als bei uns in
den Fußgängerzonen der Innenstädte, gibt es hier zahlreiche Einzelhändler und weniger die großen Handelketten.



Jeder Laden hat seine eigene Duftnote und hier in Darłowo reihen sich im Ortskern die Restaurants,
die Eissalons (Lody) und Imbissstuben aneinander.



Der goße Platz im Zentrum von Darłowo war hübsch mit Blumen geschmückt, dort war auch eine große
Wasservernebelungsanlage zur Abkühlung der Besucher installiert worden.



Über einen kleinen Kanal wurden die Besucher mit kleinen Barkassen vom Ostseehafen in den Ort gebracht.
Nach einem kleinen Snack, einer "Zapiekanka", ähnlich eines gefüllten Baguettes, sind wir weiter gezogen
und haben unseren heutigen Übernachtungsort, auf einem Parkplatz in Swołowo aufgesucht.



Hier befinden wir uns so richtig auf dem Land und manches wirkt auf uns, wie vor vielen vergangenen Jahren.



Die Dorfstraße besteht nicht aus einer Asphaltdecke, sondern aus alten, großen Kieselsteinen.



Alles ist sehr schön in Ordnung gehalten und die Gebäude und Grundstücke sind gepflegt.



Im Ort befindet sich auch ein Freilicht Museum, in dem die Lebensweise der früheren Jahre nachgestellt ist.



Und bevor nun der Hahn zum frühen Aufstehen kräht, wünschen wir euch allen eine gute Nacht.

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Donnerstag, 06.08.2026

Heute ging es, nach einer ausgeruhten Nacht weiter, doch es gab immer wieder Regenschauer.
Wer jetzt denkt, der Regen hätte uns eine Abkühlung gebracht, der irrt sich. Es wurde schwühl und unangenehm.
Also beschlossen wir, dass wir zu einem angenehmen Stellplatz fahren, um dort den restlich Tag zu verbringen.



Ein schöner Platz war in der Ortschaft "Sztum" schnell gefunden und wir konnten sogar zwischen den Schauern die herrliche
Parklandschaft geniessen.



Überall, entlang der Wege standen Fitnessgeräte und luden die Spaziergänger zu sportlichen Aufgaben ein.
Es war fast alles, was sich in den üblichen Fitness-Centren findet, in mechanischer Funktion am Wegesrand aufgebaut.



Und am Abend zum Ausklang des Tages dann noch eine Gassi-Runde mit Sunny.


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Freitag, 07.08.2026

Das Wetter hatte sich wieder stabilisiert und der Regen aufgehört. Insgesamt ist es heute etwas kühler als in den letzten Tagen.
Auf unserem weiteren Weg mussten wir durch die Stadt Malbork und damit an der polnischen Marienburg vorbei.



Die Marienburg in Polen ist die größte Backsteinburg der Welt und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Sie wurde im 13. Jahrhundert vom Deutschen Orden erbaut und beeindruckt mit ihrer mächtigen Architektur,
den weitläufigen Innenhöfen und ihrer bewegten Geschichte.



Heute gehört sie zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Polens und bietet faszinierende Einblicke in das mittelalterliche Leben.



Dass die Burganlage ein beliebtes Ausflugsziel in Polen ist, bemerkte man spätestens, wenn man an den riesigen überfüllten
Parkplätzen vorbei fuhr. Die Einweiser am Straßenrand hatten alle Hände voll zu tun.

ACHTUNG:

Am kostenpfl. Parkplatz im städtischen Bereich gibt es seit Jahren eine Betrugsmasche, die einfach nicht behoben wird.
Wenn man bei der Einfahrt zu kostenpflichtigen Parkplatz nicht aufpasst, berechnet der Parkscheinautomat 320 Zloti = 74 Euro für 24 Stunden Parken.
Das musst man dann auch bezahlen, sonst geht die Schranke bei der Ausfahrt nicht wieder auf. Wenn man aber einen bestimmten Knopf am
Terminal drückt, oder vor der Einfahrt einen Mitarbeiter ruft, werden nur 85 Zloti = 20 Euro berechnet. Das ist seit Jahren bekannt und
wird von den Betreibern merkwürdigerweise nicht geändert.
Es heißt immer wieder, dass es ein Defekt am Automaten gebe. Eine richtige Touristenfalle.



Nachdem wir einige Fotos gemacht hatten, setzten wir unsere Reise fort und steuerten den Elbląg-Kanal an.
Auf dem Weg dorthin kamen wir durch viele schöne kleine Landdörfer, in denen es wesentlich ruhiger zuging.



Die typischen, geschmückten Kreuze findet man fast in jedem Dorf.



Auch die Dorfkirchen werden langsam kleiner und haben rundherum gepflegte Friedhöfe.



Bei den Straßenverläufen sieht es ähnlich aus: Sie werden immer kleiner und sehen aus wie aus dem vorletzten Jahrhundert.
Schön nostalgisch, aber um sie zu befahren, sollte man ein Geländefahrzeug nutzen und kein Wohnmobil.



Nach etlichen Kilometern im Schneckentempo über die Kieselsteinpiste, erreichten wir den Elbląg-Kanal.
Wir hätten euch sehr gerne aktuelle Fotos von dem Schiffshebewerk gezeigt, aber es war unmöglich irgendwie dort mit
unserem Auto eine Parkmöglichkeit zu finden. Überall standen Reisebusse und andere Autos, sodass wir beschlossen
unseren Weg fortzusetzen und euch wenigstens 2 Bilder von unserem letzten Besuch zu zeigen.



Die Schiffshebewerke des Elbląg-Kanals sind ein einzigartiges technisches Denkmal aus dem 19. Jahrhundert.



An mehreren Rampen werden die Schiffe auf Wagen über Land transportiert, um große Höhenunterschiede zu überwinden
– ein weltweit nahezu einmaliges System.




Eine Fahrt auf dem Elbląg-Kanal ist bis heute ein besonderes
Erlebnis und zeigt eindrucksvoll die Ingenieurskunst vergangener Zeiten.



Eigentlich wollten wir auf einem stillgelegten Campingplatz direkt am Kanal übernachten, aber durch die besonderen
Umstände zogen wir es vor, die Nacht an einem ruhigeren Ort zu verbringen und landeten an diesem schönen kostenlosen Stellplatz.
Hier ist alles vorhanden, wie man sich einen Stellplatz vorstellt. Strom Wasser, Abwasser und Toilettenentleerung, alles für lau.

Vielen Dank an die Gemeinde "Dobre Miasto" für diese gastfreundliche Geste.

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Samstag, 08.08.2026

Unsere heutige Etappe führte uns über die kleinen Landstraßen zur kaliningrader Grenze und dort entlang über Goldap zum 3-Ländereck
zwischen Polen, Litauen und Russland (Kaliningrad)

Hier einige Sehenswürdigkeiten, die wir unterwegs fotografiert hatten.



Ein altes Feuerwehrauto in der Ortschaft Dobre Miasto, wo wir die letzte Nacht geschlafen haben.



Auf dem Weg durch die zahlreichen Dörfchen an der Außengrenze zu Kalinigrad gab es viele....



....originelle Gärten, die mit tausenden von Blumen und allerlei Schnickschnack übersäht waren.



In Goldap machten wir auch einen Abstecher zum Grenzübergang. Dort ist seit dem russischen Angriffskrieg gegen
die Ukraine alles dicht gemacht worden.



Im großen und ganzen sind die Hauptstraßen in Polen ja sehr gut. Die kleinen Dorfstraßen sortieren dir allerdings schon mal dein komplettes
Inventar neu ein. Wir sind heute etwa 200 km Landstraße gefahren, davon die ersten 170 km recht zügig in 3 Stunden. Für die letzte 30 km entlang der
Kaliningrader Grenze haben wir mehr als 2 Stunden gebraucht. Auf den gesamten 30 km wurden Straßenerneuerungsarbeiten ausgeführt
und es ging teilweise über katastrophalen Schotterpisten durch die Landschaft. Immer wieder von einspurigen Abschnitten unterbrochen,
an denen man lange Wartezeiten vor den Ampeln hatte.



Am 3-Länereck angelangt, waren wir überrascht, dass der Grenzstein komplett mit Nato-Stacheldraht eingezäunt war.
Polen hat wegen der russischen Arggressionen in den Jahren 2022-23 die komplette Grenze zu Kaliningrad geschlossen.



Aber es war auch schon vor dem Stacheldraht verboten den russischen Bereich am Grenzstein zu betreten oder zu fotografieren.
Zur Sicherheit wurde der Bereich von mehreren Überwachungskameras beobachtet.



Hier werden wir heute die Nacht verbringen und morgen früh, über die Suwalki-Linie, nach Litauen weiter fahren.

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Sonntag, 09.08.2026

Start am 3-Ländereck gegen 9:30 Uhr, es ging ganz nah an der Grenze entlang nach Litauen.
Mitten im Nirgendwo stand dann an einer winzigen Landstraße eine Grenzkontrolle.
Man hatte eine Straßensperre aufgebaut an der 3 Leute mit Gesichtsschutz und vorgehaltener M-Pi standen.
Wir wurden kurzerhand angehalten und nach einer Gesichtskontrolle durchgewunken.
Ich hätte sehr gerne ein Foto von den Leuten und der Sperre gemacht, aber in dieser Situation habe ich lieber
auf die Frage nach einem Foto-"Shooting" verzichtet.



Der erste Stellplatz in Litauen. Gut geeignet für die "Morgentoilette".



In Polen hat es uns gut gefallen, daran gibt es keinen Zweifel, aber die gemütlichen Dörfchen von Litauen sind doch
nochmal etwas anderes. Alles ist ruhiger und man kommt sich vor als sei man in einer riesigen Parkanlage unterwegs.



Kybartų Šv. Aleksandro Neviškio cerkvė

Die Kirche wurde 1870 für die Eisenbahner erbaut. Die Gelder (15 000 Rubel) und das Land wurden durch die Regierung des Zaren getrennt.
Während des Ersten Weltkriegs hatten die Deutschen die Kirche in ein Lagerhaus verwandelt.



Etwas weiter fanden wir eine "Ode an die Knolle".



Hier hat jemand ein kleines Kartoffelmuseum errichtet und dazu eine große Sammlung der leckeren Knollen zusammengetragen.



An anderer Stelle hat ein Bewohner seinen Garten mit riesigen Steinbildnissen verziert. Alles Ansichtssachen.



Nach so viel Kultur war es Sunny dann im Auto doch wieder zu warm geworden und sie durfte sich zur Erfrischung
in die kühle "Memel" stürzen. Als sie dann aber wieder raus kommen sollte, damit wir weiter konnten,
streikte sie und wollte einfach nicht aus dem Wasser kommen.



Nach einigem Hin und Her konnten wir dann doch zu unserem heutigen Schlafplatz fahren.
Es ist ein schattiger, ruhiger Waldparkplatz in einem Schlosspark.



Das Schloss Raudonė ist eine Wohnburg aus dem neunzehnten Jahrhunderts in Raudonė, an der Memel.
Es wurde später als öffentliche Schule genutzt, ist aber seitdem etwas mehr als eine Kunstgalerie / Museum genutzt worden.



Als wir an diesem Ort ankamen bemerkten wir sofort eine unbeschreibliche Ruhe und die Landschaft.....



.....rund um dieses Backsteinbauwerk wirkte fast wie ein kleines Märchen auf uns.



Es ist also kein Wunder, dass wir den heutigen Tag an diesem märchenhaften Ort ausklingen lassen.


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Montag, 10.08.2026

Heute ist Ruhetag.

Wir sind heute Nachmittag im Regen am kurischen Haff angekommen und wir werden morgen,
wenn der Regen vorrüber ist, einige neue Bilder von unserem Aufenthaltsort einstellen.



In der Regenpause, Spaziergang mit Hund am Haff




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Dienstag, 11.08.2026




Als wir heute Morgen aufwachten schien schon wieder die Sonne und lud uns zu einem Spaziergang ein.
Am Horizont konnte man die Wanderdüne auf der Nehrung deutlich sehen.



Auch auf unserem Übernachtungsplatz erwachte langsam das Leben und die ersten Urlauber trafen sich an dem kleinen Kiosk.



Wenn man am Morgen in der Natur unterwegs ist, hat man oft die schönen Motive noch für sich alleine.



Der kleine Sturmvogel schwebt über dem brodelnden Wasser und späht nach einem Leckerbissen.



Das nautische Leuchtfeuer von Vente an der südlichen Spitze der Halbinsel.





Auch die Stare vollführen schon am Morgen ihre eindrucksvolle "Flugshow".



Und auf dem Weg nach Klaipeda begegneten uns wieder die großen und lauten Kraniche, die nus nun wohl auf unserem
Weg durch das Baltikum immer wieder ein Stück weit begleiten werden.



Ankunft in Klaipeda, eine Großstadt wie andere auch. Viel Verkehr und teure Parkplätze, wenn man welche findet.
 




Wir fuhren, soweit es möglich war, durch die Innenstadt und machten im Hafen eine kleine Pause,
aber letztendlich zog es uns doch wieder in die schöne Natur hinaus.



Auf dem Weg zu unserem geplanten Stellplatz kreuzte sich unsere Route mit dem Schienenstrang des legendären

POTASH EXPRESS

Der Begriff „Potash Express“ (Kalizug) bezeichnet schwere, ultralange, planmäßig geführte Güterzüge zum Transport von Kali- und Kalidünger.
Bekannt wurde der Name insbesondere durch Dokumentationen (wie Impossible Repairs / Giganten auf Schienen), die den Betrieb dieser massiven
Düngemitteltransporte durch LTG Cargo zum Hafen von Klaipėda in Litauen begleiten. Auch in Nordamerika (gefördert durch Unternehmen
wie Canpotex und transportiert via Union Pacific) sind schwere Kalizüge (Potash Unit Trains) im Einsatz.
Transportiert wird Kaliumdünger (Potash), der für die weltweite Landwirtschaft und Ernährungssicherheit essenziell ist.
Es handelt sich meist um Ganzzüge (Unit Trains) mit Dutzenden Waggons, die hunderte oder tausende Tonnen Fracht direkt von den
Minen zu den Seehäfen befördern. Ein breites Publikum erlangte der Name durch Berichte über die anspruchsvolle Logistik
und die Instandhaltung der schweren Frachtzüge in Osteuropa.



Kurz vor unserem heutigen Ü-Platz kamen wir noch durch ein kleines Dorf, in dem eine alte Holzkirche,
umgeben von einer Steinmauer, auf einem kleinen Hügel stand. Das ist für uns immer wieder eine Einladung,
sich das Gebäude näher anzuschauen. Rund um die Kirche, mit dem abgesetzten Glockenturm, lag ein alter,
von der Natur zum Teil schon zurück eroberter, Friedhof.



Was der Anblick von außen nicht vermuten ließ, überraschte uns im Inneren der Kirche. Alles war blitzsauber
und die Farben frisch. Kein Zweifel, die Kirche wird von den Dorfbewohnern noch intensiv genutzt und gepflegt.



Als wir dann aber endlich an unserem Schlafplatz ankamen, stellten wir einstimmig fest:
Der Großstadt-Trubel ist nichts für uns.



Wir fühlen uns eindeutig wohler, wenn wir uns in der freien Natur aufhalten können.



In diesem Sinne....  Allen eine gute Nacht und bis später.

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Mittwoch, 12.08.2026

Nach einem Morgenspaziergang durch den angrenzenden Wald und am See entlang starteten wir zu einer neuen Etappe.



Dabei führte unser Weg meistens über die gut ausgebaute Hauptstraße A11 in Richtung Osten. Wenn eine größere Stadt an der Strecke lag,
machten wir gerne einen Abstecher in den Ort, um uns anzuschauen wie die Menschen hier leben. So wir hier in Telšiai.



Die „Švč. Mergelės Marijos Ėmimo į dangų bažnyčia“, zu deutsch, "Maria-Himmelfahrt-Kirche".
Die Kirche spiegelt die Merkmale der gotischen, barocken und byzantinischen Revival-Architekturen wider. Ihr Grundriss ist kreuzförmig.
Die Kirche hat einen Turm und drei Altäre.




Als wir dann unser heutiges Ziel, den "Berg der Kreuze" erreichten, staunten wir nicht schlecht über die vielen Menschen und Besucher,
die sich am späten Nachmittag noch vor Ort befanden. Und es kamen immer noch Busse mit neuen Touristen an.



Aus diesem Grund beschlossen wir, dass wir für die kommende Nacht auf einen nahe gelegenen Parkplatz im Nachbarort fahren,
dort die Nacht verbringen und morgen früh dann noch einmal zu dem Wallfahrtsort mit den Kreuzen fahren werden.



In der Zwischenzeit begnügen wir uns mit den kulturellen Highlights des Ortes Naisiai,
die sich allesamt in unmittelbarer Nähe unseres Parkplatzes befinden.



Könnte ein Titelbild zu "Watership down" sein.



Auch unser Pubs muss wieder einmal herhalten und neben einer Raubkatze Modell stehen.



Schaukeln, die Trendsportart im Baltikum. Ein ganzer Park voller Schaukeln, in allen möglichen Formel.
Ob allein, zu zweit, oder wie hier, dem gruppenmäßigen Cirkel-Swining, hier ist für jeden eine Schaukel da.



Und so lassen wir den heutigen Tag erholsam ausschaukeln und freuen uns auf das kommende Abenteuer am
"Berg der Kreuze"


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Donnerstag, 13.08.2026



Der Berg der Kreuze: Ein Ort, der unter die Haut geht.

Mitten in der sanften, flachen Landschaft Nordlitauens ragt ein Ort empor, den man so schnell nicht wieder vergisst:
der Berg der Kreuze (Kryžių kalnas). Schon von Weitem zeichnet sich die Silhouette des kleinen Doppelhügels ab,
doch seine wahre, überwältigende Dimension begreift man erst, wenn man davor steht. Es ist kein gewöhnlicher Friedhof,
sondern ein tief berührendes Symbol des Friedens, des unerschütterlichen Glaubens und des nationalen Widerstands.



Schätzungen zufolge drängen sich hier weit über 100.000 Kreuze auf engstem Raum. Große, kunstvoll geschnitzte Holzkreuze
ragen meterhoch in den Himmel, während abertausende kleine Kruzifixe und Rosenkränze an ihnen hängen.
Wenn der Wind über den Hügel fegt, entsteht eine fast mystische Klanglandschaft: Ein leises, ständiges Klirren,
Bimmeln und Rascheln liegt in der Luft, das die andächtige Atmosphäre dieses Ortes untermalt.



Die Geschichte dieses Ortes ist von tiefem Trotz geprägt. Nach den gescheiterten Aufständen gegen das russische Zarenreich im
19. Jahrhundert begannen die Menschen, hier Gedenkstätten für ihre Vermissten zu errichten. Während der sowjetischen Besatzung
wurde der Hügel schließlich zum Zentrum des passiven Widerstands. Die Behörden walzten die Kreuze mehrfach mit Bulldozern nieder
und erklärten das Areal zur Sperrzone. Doch die Litauer ließen sich nicht brechen:
Trotz akuter Gefahr schlichen sie Nacht für Nacht auf den Hügel, um neue Kreuze aufzustellen.



Als Papst Johannes Paul II. den Ort 1993 besuchte, nannte er ihn einen Platz für Hoffnung, Frieden und Liebe.



Und auch aus Nordrhein-Westfalen war die Kolpingfamilie schon hier.









Wer heute durch die schmalen Pfade des Hügels wandert, spürt genau das. Es ist ein Ort voller Geschichten, Schicksale und
Wünsche von Menschen aus aller Welt – ein absolut magischer Stopp auf jeder Baltikum-Rundreise, der lange nachwirkt.



Nach diesem eindrucksvollen Erlebnis hieß es dann wieder einen weiteren Teil der heutigen Etappe zu bewältigen
und es ging dabei wieder durch die alten Dörfer mit ihren Holzhäusern.

Unser nächstes Zwischenziel war der Wallfahrtsort Šiluva: Ein ruhiger und heiliger Ort.

Das kleine Städtchen Šiluva in Litauen ist ein sehr wichtiger Ort für gläubige Menschen. Es ist einer der ältesten Orte in Europa,
an dem die Mutter Gottes Maria erschienen sein soll.



Als wir ankamen wurde gerade die tägliche Messe abgehalten und wir mussten eine gute Stunde warten,
um Fotos vom Innenraum der Kirche zu machen.



Die Legende hinter diesem Ort liest sich wie ein historischer Krimi: Während der Reformation im 16. Jahrhundert wurde
die Region protestantisch-calvinistisch und die ursprüngliche katholische Kirche geschlossen. Der letzte Pfarrer vergrub
kurz vor der Zerstörung alle Kirchenschätze und Besitzurkunden in einer eisernen Kiste. Jahrzehnte später, im Jahr 1608,
sahen Hirtenkinder auf einem Felsen eine weinende Frau mit einem Kind auf dem Arm. Auf die Frage des calvinistischen
Pastors, warum sie weine, klagte sie, dass an diesem einst heiligen Ort nun das Vieh weide. Durch dieses Wunder
kehrten die Menschen zum Katholizismus zurück. Ein alter, erblindeter Mann erinnerte sich daraufhin an das Versteck
der Kiste, erlangte am Erscheinungsort auf wundersame Weise sein Augenlicht wieder und half, die Dokumente zu bergen –
die rechtliche Grundlage für den Wiederaufbau des heutigen Heiligtums.

Auf dem großen, schönen Hauptplatz stehen zwei große Gebäude.

Die alte, rote Kirche (Basilika):

Sie sieht von innen noch genauso aus wie vor vielen Hundert Jahren.

Die weiße Erscheinungskapelle:

Sie hat einen sehr hohen Turm. Drinnen im Boden liegt genau der Stein, auf dem Maria im Jahr 1608 gestanden haben soll.



Šiluva gehört zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten des Baltikums und blickt auf eine faszinierende Geschichte zurück,
die eng mit einer der ersten offiziell anerkannten Marienerscheinungen in Europa verwoben ist.



Am anderen Ende des zentralen Platzes ragt die strahlend weiße, 44 Meter hohe Apsireiškimo-Kapelle (Erscheinungskapelle) wie ein magisches
Wahrzeichen in den Himmel. Sie wurde vom berühmten Architekten Antanas Vivulskis entworfen und birgt im Fundament ihres Altars ein ganz
besonderes Heiligtum: den originalen Felsen, auf dem Maria im Jahr 1608 erschienen sein soll. Es ist eine tief verwurzelte Tradition,
dass Pilger diesen Stein im Inneren der Kapelle in stillem Gebet umrunden.


Heute kommen jedes Jahr im September viele tausend Menschen zu einem großen Fest hierher. An den anderen

Tagen ist es ein sehr ruhiger und friedlicher Ort, den man gut besuchen kann.




Das war heute ein langer Tag und ein mächtiger Anteil an christlich-kultureller Geschichte,
die wir wohl am besten bei einem geistigen Getränk an einem ruhigen Ort verarbeiten können.

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Freitag, 14.08.2026



Heute war eine Stadtbesichtigung angesetzt und wir sind am Mittag nach Kaunas gefahren.
Kaunas ist mit rund 305.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Litauens und ein bedeutendes wirtschaftliches,
akademisches sowie kulturelles Zentrum des Landes. Gelegen am Zusammenfluss der beiden größten litauischen
Flüsse Nemunas und Neris, war die einstige Hansestadt zwischen 1919 und 1940 die temporäre Hauptstadt des Landes.
Im Jahr 2022 wurde Kaunas als
Kulturhauptstadt Europas ausgezeichnet. Die modernistische Architektur der
Zwischenkriegszeit in den Vierteln Naujamiestis und Žaliakalnis gehört seit 2023 zum
UNESCO-Welterbe.



Der große, freie Rathausplatz wird umsäumt von bunten Häusern.



Rund um den Platz sind Sitzgelegenheiten unter schattenspendenden Bäumen.



Geprägt von gotischer und barocker Architektur, engen Gassen und dem historischen Rathaus,
welches wegen seiner weißen Gestalt auch liebevoll „Weißer Schwan“ genannt wird.



Im Bereich der Altstadt findet man noch zahlreiche alte Häuser und historische Bauwerke....



.....und in den schmalen Kopfsteinpflasterstraßen ist so mancher kleine Edelstein versteckt.



So wie hier, das Priesterseminar von Kaunas.



Als wir in die Nähe der Peter und Paul Kathedrale kamen, wunderten wir uns über die vielen Hochzeitspaare,
die vor der großen Kirche offensichtlich Schlange standen



In der Kirche wurden die Vermählungen nacheinander durchgeführt.



Da morgen einer der wichtigsten katolischen Feiertage, "Mariä-Himmelfahrt", gefeiert wird, geben sich viele Litauer/innen
gerne zu diesem Ereignis das Ja-Wort. Und so fanden an diesem Nachmittag in fast jeder Kirche des Ortes Hochzeiten statt.



Wir zogen weiter durch die Einkaufsstraßen und genossen die Düfte, die aus den Restaurant entlang der Straße zu uns herüber wehten.



Insgesamt scheint Kaunas eine junge Studenten-Stadt zu sein, die viel Wert auf ein gepflegtes Stadtbild legt.


Etwas außerhalb der Altstadt fiel uns die strahlendweiße Kirche des Erzengel Michael auf.
Die Kirche des Heiligen Erzengels Michael (litauisch Šv. Arkangelo Mykolo bažnyčia), im Volksmund oft einfach Soboras
oder Garnisonskirche genannt, ist eines der markantesten architektonischen Wahrzeichen im Zentrum von Kaunas.
Sie befindet sich auf dem Unabhängigkeitsplatz (Nepriklausomybės aikštė) und schließt die bekannte
Fußgängerzone Laisvės alėja (Freiheitsallee) nach Osten hin imposant ab.
Das Gebäude besticht durch seine riesige, hellblaue Hauptkuppel, korinthische Säulen und vier kleinere Eckkuppeln.
Dieser Baustil ist für eine römisch-katholische Kirche in Litauen extrem untypisch.



Auch hier fanden gleich mehrere Hochzeiten nacheinander statt.



Jede Gesellschaft hatte einen Außenbereich, in dem das junge Paar von Freunden und Familie gebührend gefeiert wurde.



Aber auch in den umliegenden Gasthäusern wurde mit den frischen Ehepaaren ordentlich gefeiert.



Uns reichte es irgendwann und wir hatten für die Übernachtung einen gemütlichen Parkplatz an einem großen See,
in der Nähe von Kaunas ausgesucht. Als wir dann aber an das Ufer gingen, um uns den See anzuschauen, trauten wir unseren Augen nicht.



Das Wasser des See´s war giftgrün und es sah aus, als wäre das Wasser pure Farbe. Der See war verseucht von Algen jeglicher
Art und wahrscheinlich ungesund für Mensch und Tier. Damit nicht noch irgendein Maleur mit Sunny passiert,
wenn sie einfach ins Wasser springen sollte, haben wir uns doch besser einen anderen Platz gesucht.



Und der war, nach nur wenigen Kilometer weiter östlich, auch schnell gefunden. Am Ende einer Sackgasse
fanden wir diesen schönen und ruhigen Ort und werden nun die Nacht hier verbringen.

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Samstag, 15.08.2026



Nach einer erholsamen Nacht starteten wir heute in Richtung Vilnius und besuchten zunächst, die an der Strecke liegende Kirche
mit dem schöne Namen "Elektrėnų Švč. Mergelės Marijos, Kankinių Karalienės bažnyčia", oder besser "Elektrėnai Church".



Die Kirche der Maria Königin der Märtyrer in Elektrėnai ist eines der markantesten und modernsten sakralen Bauwerke Litauens.
Elektrėnai wurde in den 1960er Jahren als reine Arbeiterstadt für ein nahegelegenes Wärmekraftwerk gegründet. Da Religion im Sowjetsystem unerwünscht war,
gab es im ursprünglichen Stadtplan keinen Platz für ein Gotteshaus.




Erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der wiedergewonnenen Unabhängigkeit Litauens wurde 1989 eine Kirchengemeinde registriert.
Das Gebäude wurde zwischen 1990 und 1996 nach Entwürfen des Architekten Henrikas Kęstutis Šilgalis errichtet.



In Vilnius angekommen, stellten wir fest, dass wegen des Feiertages Mariä-Himmelfahrt, in der Stadt kein Parkplatz zu finden war.
Man stand vor der Einfahrt und wartete bis ein Fahrzeug heraus fuhr und somit ein Platz frei wurde.
Da wir Vilnius bereits bei unserer Baltikum-Rundreise 2019 schon einmal besichtigt und darüber in unserem Bericht schon geschrieben hatten,
starteten wir gleich wieder durch, um uns einen ruhigeren Ort zu suchen.



Nach kurzer Fahrzeit und einer freundlichen Kontrolle durch die litauische Grenzpolizei, kamen wir dann in den Historischer Regionalpark Dieveniškės.



Der Park liegt im Südosten Litauens und schützt eine einzigartige Kulturlandschaft, die fast vollständig von Belarus umschlossen ist.



In dem Dörfchen "Dieveniškės" fanden wir die alte, aber bestens in Schuss gehaltene Holzkirche, Church of the Blessed Virgin Mary of the Rosary.
Die charakteristische Holzkirche wurde 1783 erbaut. Sie ist ein herausragendes Zeugnis der traditionellen litauischen Holzarchitektur mit klassischen Stilelementen.



Der Innenraum ist vollständig durch sichtbare Holzstrukturen geprägt. Die Wände bestehen aus behauenem Holz, das dem Raum eine warme,
rustikale Atmosphäre verleiht.
Im Inneren befinden sich staatlich geschützte, kunsthistorische Kostbarkeiten, darunter ein antikes,
handgeschnitztes
Kruzifix, zwei seltene Altar-Gemälde sowie drei historische Skulpturen.



Und zum späteren Nachmittag bezogen wir dann wieder einen kleinen Parkplatz, dicht an der Grenze zu Weißrussland.
Hier werden wir die Nacht verbringen und morgen von hier aus zu neuen Abenteuern starten.



Hier ein Überblick über unseren bisherigen Weg durch Litauen.

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Sonntag, 16.08.2026




Als wir heute morgen verschlafen aus dem Fenster schauten, hatten wir über Nacht einen Nachbarn bekommen. Es stand ein Kleintransporter russischer Bauart neben uns.
Nach dem Kaffee im Bett schaute ich mir das Fahrzeug aus der Nähe an und kam auch recht schnell mit dem Besitzer ins Gespräch.
Sein grauer UAZ-452, umgangssprachlich oft „Buchanka“ (Laib Brot) genannt, ist ein legendärer, robust gebauter Allrad-Kleintransporter des russischen Herstellers UAZ,
den er mit einem praktischen Dachträger für Offroad- und Camping-Abenteuer ausgerüstet hat.



Das Teil sah so von seinen Formen her schon recht alt aus, war aber ein Baujahr 2020 und ist mit seinem Allrad-Antrieb extrem geländegängig.
Das unveränderte Retro-Design erinnert an die 1960er-Jahren. Da das Auto auch im kalten Sibirien eingesetzt wird, wo der Dieselkraftstoff wegen der tiefen
Minusgrade ausflockt, hat es einen normalen Bezinmotor.


Der junge Mann erzählte mir, dass er eigentlich über die Grenze nach Weißrussland wollte, aber die Litauer Grenzpolizei ihn nicht hat ausreisen lassen,
weil sein Auto, wegen der Sanktionen, nicht in das Nachbarland durfte. Es bestand die Gefahr, dass man sein Fahrzeug für den Krieg, oder als
Ersatzteillager benutzen würde. Da waren die Grenzer sehr genau.



Als wir dann anschließend unsere Route in Richtung Norden fortsetzten, kamen wir durch viele romantische Dörfer und erfreuten uns an den schönen Holzhäusern.
Hier mal einige Bilder, die keinen Text benötigen.













Wir kamen auch wieder durch den kleinen Badeort Paluse, in dem wir auch schon 2019 einmal zu Gast waren.



Nun stehen wir nur noch einige Kilometer weit von Lettland entfernt und werden morgen über die Grenze in unser nächstes Reiseland fahren.
Alles was wir dort erleben und berichtenswert finden, werden wir euch hier in Form von Bildern und Beschreibungen zeigen.

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