Unsere Winterflucht 2026

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der hat nun die Möglichkeit, mir über den folgenden Button eine Tasse zu spendieren..


Ich bedanke mich ganz herzlich dafür.

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Direkt zu Teil 2


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Nach einer langen und unfreiwilligen Reisepause kommt jetzt wohl endlich wieder die Reisezeit für unsere traditionelle Winterflucht.

 

Nach dem Unfall im vergangenen Sommer, in Ungarn, hat es lange gedauert bis das Reisemobil wieder startklar war.

Es ist inzwischen ein halbes Jahr vergangen und wir haben bisher noch nichts aus Ungarn gehört. Auch die von uns eingeschaltete Anwaltskanzlei konnte bisher weder von der ungarischen

Polizei, noch von der gegnerischen Versicherung, etwas zum Unfallhergang und zur Schadensregulierung in Erfahrung bringen. Absolute Funkstille seit 6 Monaten.

Letztendlich haben wir den Schaden über unsere eigene Vollkaskoversicherung reparieren und abrechnen lassen.

Die Selbstbeteiligung und die Höherstufung des Versicherungstarifs müssen wir aber wohl bis zu einer endgültigen Klärung, die es wohl nie geben wird, selber tragen.

 

"Aber nun können wir endlich wieder reisen."

 

Bei der Wahl, wohin es überhaupt in diesem Winter gehen soll, fiel es uns nicht gerade leicht, denn eigentlich steht der Süden von Italien immer noch auf unserer "Bucket List".

Andererseits möchten wir aber auch nicht auf das sonnigwarme Wetter, wie es meistens auf der iberischen Halbinsel vorhanden ist, verzichten. Also werden wir zunächst nach Südfrankreich in die Camargue fahren

und uns dort entscheiden ob es nach Osten entlang der Côte Azur nach Italien geht oder ob wir in Richtung Westen auf die Pyrenäen und somit auf Spanien zusteuern werden. Wir lassen es einfach auf uns zukommen.

Auf jeden Fall werden wir wieder in regelmäßig, unregelmäßigen Abständen auf diesen Seiten von unseren Erlebnissen und Reiseeindrücken berichten. Es lohnt sich also, ab und an mal hier vorbeizuschauen.

Wir wünschen viel Spaß und gute Unterhaltung und würden uns über eure Reisebegleitung sehr freuen.

Peter,  Gitte  und  Sunny

 

Gestern war Mittwoch, der 14.01.26, und wir haben uns gegen 9:15 Uhr auf den Weg in den Süden gemacht.

Zunächst stand aber noch ein Spaziergang mit Sunny an. Diesen erledigten wir direkt zu Beginn der Reise in unserem "Hauswald".

Als wüsste Sunny genau was vor sich geht.Sie konnte es kaum abwarten, dass man ihr die Türe des Wohnmobils öffnet, damit wir endlich fahren können.

Drinnen nimmt sie dann sofort ihren angestandenen Platz zwischen den Sitzen ein und ist nach den ersten Kilometern auch schon eingeschlafen.



Gegen 18 Uhr erreichten wir dann unseren eingeplanten Übernachtungsplatz, an einem See, ca. 40 km vor Dijon. Leider mussten wir feststellen, dass man seit unserem letzten Besuch

an der Einfahrt eine Höhenbegrenzung errichtet wurde. Das war sehr enttäuschend für uns, denn der Platz war wirklich schön gelegen. Das sind dann wohl die Folgen, wenn es Überhand nimmt.

Zum Glück kannten wir noch einen Ausweichplatz in der Nähe und sind dann dorthin gefahren.


Donnerstag, 15.01.26

In der Nacht hat es fast pausenlos geregnet und man kann auch nicht sagen, dass es ruhig gewesen wäre. Wir starteten deshalb schon recht früh, um unseren Weg fortzusetzen.



Durch die zahlreichen Seen und Wasserläufe in der Gegend war es am Morgen noch sehr nebelig und man musste ziemlich konzentriert fahren.



Als wir dann durch die Innenstadt von Dijon fahren wollten, fielen uns schon am Ortseingang die vielen Polizeiabsperrungen auf. Wir mussten auf die Umgehungsstraßen ausweichen,

da die komplette City von Landwirten mit ihren Traktoren blockiert wurde. Überall waren Misthaufen und alte Autoreifen abgekippt und versperrten die Straßen.



Eigentlich wollten wir uns die Stadt Dijon etwas genauer anschauen und dort ein frisches Baguette frühstücken, was wir dann aber lieber etwas außerhalb und ohne den großen Tumult machten.



Als wir dann gegen frühen Nachmittag in dem Ort "Pont de Veyle" einen gemütlichen Stellplatz gefunden haben, entschlossen wir uns spontan dazu hier die kommende Nacht zu verbringen.

Wir stellten das Auto ab und machten mit unserer Sunny eine Erkundungswanderung durch den kleinen Ort. Es gibt ein kleines Schloss mit Garten und einige Gewässer mit etlichen,

mehr oder weniger interessanten Brücken.



Natürlich musste unsere Hunddame auch ein bischen bespaßt werden, damit sie durch die Fahrerei nicht einrostet. Man kann sie immer wieder mit einigen Spielereien begeistern.



Und an diesem schönen Ort werden wir die heutige Nacht verbringen. Noch sind wir alleine, aber wer weiß wie lange noch ;-)


Freitag, 16.01.26



Nach einer erholsamen und ruhigen Nacht stand heute erst einmal der V/E-Service auf dem Programm. Leider sind die meisten Wasserstationen noch wegen der Temperaturen abgestellt

und so mussten wir einige Kilometer fahren, um unseren Tank wieder aufzufüllen. Zum Glück gibt es in Frankreich in fast jedem Ort einen Stellplatz. Noch!



Danach haben wir uns den Ort Vonnas zur Besichtigung ausgesucht. Er lag nicht weit entfernt und so waren wir schnell an unserem Ziel angekommen.

Vonnas ist eine kleine, charmante Gemeinde in der Bourgogne-Franche-Comté, nordöstlich von Lyon. Der Ort liegt malerisch am Fluss Rosson, in einer ländlichen Gegend, die von Landwirtschaft

und regionalen Produkten geprägt ist. Vonnas ist bekannt für seine ruhige Atmosphäre, historische Häuser und gemütliche Straßen, die zum Verweilen einladen.

Ein besonderer Mittelpunkt des Ortes ist das Hôtel Particulier de Vonnas und die traditionsreiche Gastronomie von "George Blanc", die das Dorf überregional bekannt gemacht hat.

George Blanc ist ein berühmter französischer Küchenchef, der in Vonnas eine bedeutende gastronomische Präsenz hat.

Er betreibt in dem Ort mehrere Restaurants, darunter das Fine-Dining-Restaurant Bras und das Bistrot Les Halles, die für kreative französische Küche, hochwertige Produkte und

 eine elegante, aber warme Atmosphäre bekannt sind. Blanc ist zudem ein Innovator, der Wert auf handwerkliche Techniken, saisonale Zutaten und regionale Produkte legt.

Sein Einfluss hat Vonnas zu einer anerkannten Destination in der französischen Gastronomie gemacht.



So viel Handwerkskunst schlägt sich natürlich auch auf den Preis der köstlichen Kreationen nieder, aber es soll etwas ganz besonderes sein, diese zu kosten.

Für unsere Reisekasse ist es aber leider nicht das Richtige.



Georges Blanc betreibt seine Restaurants und Betriebe direkt im Zentrum von Vonnas (unter anderem das Georges Blanc, das Hôtel Particulier, Bras und Les Halles).



All seine Gebäude sind gepflegt und farblich ansprechend gestaltet und man entdeckt immer wieder in den Gestaltungen verspielte Accessoires.



Zu dem Komplex seines Hotels gehört auch eine weitläufige Parkanlage mit Spa und anderen Annehmlichkeiten.



Und wo die Weitsicht durch ein Mauerwerk eingeschränkt wurde, da hat man mit ein bisschen Farbe und künstlerischen Sachverstand, dieses Problem gleich wieder beseitigt.




Es war einfach ein schöner Spaziergang durch eine phantasievoll gestaltete Ortschaft, mit aufgeräumten Straßenzügen und bunten Gebäuden.





Aber auch abseits des Zentrums waren gepflegte Parkanlangen und Wasserläufe zu finden und wir entdeckten bei unserem Spaziergang immer wieder neue Sehenswürdigkeiten.



Danach fuhren wir dann noch ein paar Ortschaften weiter zu unserem heutigen Übernachtungsplatz.



Wir wollen noch bis nach dem kommenden Wochenende hier in der Umgebung bleiben, denn an der südfranzösischen und nordspanischen Küste werden in den nächsten Tagen

unwetterartige Regenfälle erwartet. Da bleiben wir lieber noch ein bisschen hier in der Nähe von Lyon und an der Rhone und schauen den vielen weißen Kuhreihern am Flussufer zu.


Sonntag, 18.01.26

Von gestern und heute gibt es nicht viel zu berichten außer dass es, mit kurzen Unterbrechungen, den ganzen Tag lang geregnet hat.



Ein Bild von unserem letzten Übernachtungsplatz am Ufer der Rhone.
Bei so einem Wetter bleibt die Kamera natürlich geschützt im Auto und wir selbst am Besten auch.

Wir haben also nicht viel Neues erlebt, lediglich beim Einkaufen ist uns gestern etwas erwähnenswertes passiert.


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Wir standen auf dem Parkplatz vor einem Einkaufszentrum, als uns ein Mann, vom Alter her war er wohl Ende 50 - Anfang 60, auffiel,

 der vor unserem Auto auf und ab ging und immer wieder ins Auto und auf das Nummernschild schaute. Irgendwann kam er dann an mein Seitenfenster und deutete an, dass er mit mir sprechen wolle.

Ich kurbelte also das Fenster hinunter und wurde ganz freundlich mit den Worten "Ich bin ein Berliner!" begrüßt. In einem kurzen, aber überaus nettem Gespräch erfuhr ich dann von ihm,

dass er in den `90er Jahren bis 2003 in Berlin gearbeitet hatte und nun seit 22 Jahren mit seiner französischen Frau, die er in Berlin kennengelernt hatte, in Frankreich wohnt.

Ursprünglich stammte er aus Lissabon, in Portugal. Er erzählte, dass er sich in Deutschland sehr wohl gefühlt hat es es eine schöne Zeit für ihn war, dort zu arbeiten.

Er war damals Eisenflechter auf dem Bau und arbeitet zurzeit als Polier hier in Frankreich. Und damit er die deutsche Sprache nicht verlernt, spreche er, wann immer sich die

Gelegenheit dazu bietet, deutsche Urlauber an und führt mit ihnen eine freundliche und respektvolle Unterhaltung.

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Solche kleinen Erlebnisse sind für uns das Salz in der "Reisesuppe" und wir erinnern uns immer wieder gerne an solche netten, zwischenmenschliche Begegnungen.

Nun hoffen wir, dass sich das Wetter bis morgen stabilisieren wird und sich die Sonne durchsetzt, damit wir unsere Reise endlich bei mediteranem Sonnenschein fortsetzen können,

um hoffentlich noch weitere solcher schönen Momente zu erleben.

Sobald wir etwas Neues zu berichten haben, findet ihr es auf dieser Seite.


Montag, 19.01.26

Nach einer lauten Nacht am Meer, dort wo der Regen peitschte und die Wellen tosten, ging es heute weiter in Richtung Spanien. In der Hoffnung,

dass sich im laufe des Tages der Regen legen würde.



Leider konnten wir die Schönheit dieser Landschaft in diesem Jahr so gar nicht genießen, denn alles war durchnässt und die Camargue-Pferde standen größtenteils regungslos im Regen.





Auch die schwarzen Rinder bewegten sich nur selten, sie wirkten, als harren sie der nassen Witterung aus.



Mit den Kranichen hatten wir überhaupt nicht gerechnet, sind wir doch gerade erst mitten im Januar und ihre Reisezeit sollte eigentlich erst noch bevor stehen.



Als wir dann am Nachmittag in der Nähe von Narbonne ankamen, schauten wir nicht schlecht, als plötzlich sämtliche Sirenen an meinem Handy aufschrillten
 und der Bildschirm anfing zu blinken. Es war eine Warnmeldung wegen Überflutungsgefahr.

Der übersetzte Text lautet in etwa:

FR-ALERT: Warnung der Kategorie „Extrem"

19.01.2026 15:00 Uhr

Überschwemmungsalarm

Mitteilung der Präfektur Aude - EVAKUIERUNGSANORDNUNG FÜR DEN BEZIRK MARAUSSAN UND LA MAYOLLE.

Hochwassergefahr durch den Veyret-Bach.

Wer in einem eingeschossigen Haus wohnt, muss sich so schnell wie möglich ins Messezentrum von Narbonne begeben.

Wer in einem Obergeschoss wohnt, muss dort Zuflucht suchen.

Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden, die über Radio, Fernsehen, soziale Medien und auf institutionellen Webseiten bekannt gegeben werden.

Bleiben Sie an einem sicheren Ort, bis die Behörden die Warnung für beendet erklären.




Es scheint, als ob irgendein Flüsschen zur reißenden Flut geworden ist, denn hier gießt es wie aus Kübeln und die ganzen Felder stehen komplett unter Wasser.



Teilweise sind selbst die Weinreben  auf den Feldern kaum noch zu sehen, so hoch steht die Brühe.



Wir übernachten heute auf dem sicheren Marktplatz von Sigean und hoffen, dass bis morgen der ganze Spuk wieder vorbei ist. So etwas haben wir in dieser Gegend noch nicht erlebt.


Dienstag, 20.01.26

Es hatte heute wieder einemal die ganze Nacht ohne unterbrechungen geregnet und die Aussichten auf eine Besserung standen nicht gut. Deshalb standen wir schon zeitig auf

und machten uns auf den Weg "Der Sonne entgegen". Wir hatten uns für heute vorgenommen, so weit in Richtung Süden zu fahren, bis dass der Regen aufhören würde.

Letztendlich landeten wir nach über 420 Kilometern im Ebrodelta, in der Nähe der Ortschaft Deltebro und es regnete tatsächlich nicht mehr, als wir dort ankamen.

Fotos haben wir während dieser Regenfahrt keine gemacht, denn es war wirklich nicht schön und um Barcelona war zudem auch noch sehr viel Verkehr auf der Autobahn.



Mittwoch, 21.01.26





Als wir heute Morgen die Jalousinen öffneten konnten wir endlich mal wieder blaue Stellen am Himmel sehen und die Sonnen strahlte zwischen den Wolkenfeldern hindurch.



Nach dem Frühstück und einem kleinen Einkauf im Supermarkt ging es dann an die Ostspitze des Deltas, an den Strand von Riumar. Hier konnte Sunny sich endlich mal wieder austoben.



Auch sie hatte in den letzten Tagen durch den vielen Regen erheblich an Bewegungsmangel gelitten und konnte heute mal wieder richtig Gas geben und mit Palmenblättern kämpfen.



Danach ging es dann in die Salzpfannen und Salinen, um nach Flamingos und anderenm Federvieh Ausschau zu halten. Der Aussichtsturm am Rande des Gebietes war dafür gut geeignet.



Die ersten Flamingos waren gleich schon in der Nähe und suchten auf dem Grund der Salzpfannen nach Salinenkrebsen und anderen Kleintieren und Insektenlarven.



Und je weiter man schaute, umso mehr Flamingos waren in den Gewässern zu erkennen.



Einige schliefen mit zurück gelegtem Kopf, während andere sich über die neusten Neuigkeiten austauschten.



Und über unseren Köpfen kreisten dabei immer wieder diese eleganten Vögel mit ihren langgestreckten Hälsen und Beinen.

Aber zwischen den unzähligen Flamingos findet man auch viele weitere Vogelarten, denn das Ebrodelta ist ein Paradies für Vogelbeobachter.

Mit über 300 heimischen Arten, darunter viele Zugvögel, wobei Flamingos, Reiher (Graureiher, Seidenreiher, Zwergdommel), Löffler, Braune Sichler und verschiedene

Entenarten (Brandgans, Löffelente) besonders häufig zu sehen sind, aber auch Greifvögel wie der Habichtsadler und zahlreiche Singvögel wie das Blaukehlchen kommen vor.

Die besten Zeiten sind Frühling und Herbst, wenn die Reisfelder mit Wasser gefüllt sind und Nahrung bieten.



Aber auch jetzt im Januar sind zahlreiche Arten in dem Delta anzutreffen, wie zum Beispiel diese Schule von Bläshühnern.



Und mit dem Bild von diesem stattlichen Flamingo beenden wir unseren heutigen Bericht. Wir wünschen allen einen erholsamen Abend und eine geruhsame Nacht.

Bis demnächst dann wieder, wenn es Neues zu berichten gibt.





Donnerstag, 22.01.26




Heute früh haben wir uns entschlossen nach Morella zu fahren. Morella ist eine historische Stadt in der Provinz Castellón in der Autonomen Gemeinschaft Valencia, im Osten Spaniens.

Sie liegt auf etwa 1000 m Höhe, umgeben von Berglandschaften und Teil des Naturparks Els Ports. Die Altstadt ist vollständig von mittelalterlichen Stadtmauern umgeben

und gilt als eine der beeindruckendsten Befestigungsanlagen Spaniens. Die imposante Festung (Castillo de Morella) thront über der Stadt und ist ein Symbol dieser langen Geschichte.

 Ursprünglich maurisch im 13. Jh. erbaut, wurde sie in späteren Jahrhunderten vielfach umgebaut und diente in verschiedenen Kriegen auch als Festung und Gefängnis.



In 2021 wurde Morella von der Welttourismusorganisation der UN (UNWTO) als eines der „Best Tourism Villages“ weltweit ausgezeichnet — ein Zeichen für seinen kulturellen,

historischen und landschaftlichen Wert.



Die engen Gassen, historischen Häuser und Plätze wie die Blasco de Alagón-Straße laden zum Schlendern ein



Unter den durchgänigen Arkaden findet man interessante Läden mit reichhaltigen Angeboten.



Und natürlich auch jede Menge Touristen-Souvenirs. Typische Produkte sind Trüffel, lokale Käsesorten, Honig, trockene Wurstwaren und Süßigkeiten wie Flaons.


Basilika Santa María la Mayor

Im Herzen der Altstadt liegt diese gotisch-valencianische Kirche, die zwischen dem 13. und 14. Jh. errichtet wurde.

Sie gilt als eine der schönsten gotischen Kirchen der Region und besitzt Details aus Renaissance-Zeiten.



Die Basílica Arciprestal de Santa María la Mayor ist eine der bedeutendsten Kirchen Spaniens.

Sie befindet sich im historischen Zentrum von Morella und prägt das Stadtbild der mittelalterlichen Bergstadt.




Die Kirche besitzt eine beeindruckende Barockorgel, gebaut von Francesc Turull zwischen 1719 und 1720 mit über 3.600 Pfeifen –

ein bedeutendes und funktionsfähiges historisches Instrument.



Der Hauptaltar ist ein prächtiges Beispiel des churrigueresken Stils (später Barockstil), geschaffen im 17. und 18. Jahrhundert.

Er zeigt Szenen wie die Aszension Mariens, die Anbetung der Könige oder die erste Messe nach der Rückeroberung.



Morella ist von nahezu 2 km Stadtmauern umgeben, mit mehreren historischen Toren und einem Fragment eines alten Aquädukts.

Der Aquädukt wurde im gotischen Stil gebaut und ist ein frühes Beispiel für hydraulische Ingenieurkunst des Hochmittelalters,

die das Leben und die Entwicklung der Stadt stark beeinflusste.


Freitag, 23.01.26



Die letzte Nacht war hier oben in den Bergen eisig kalt und es hatte auch wieder einmal kräftig geregnet. Deshalb fiel uns der Abschied gar nicht so schwer.



Denn laut Wetterbericht wartete an der Küste das schönste Sonnenwetter auf uns. Und nach einer Fahrstrecke von 75 km

hatten wir einen schönen Übernachtungsplatz, direkt am Strand, gefunden



Der Ü-Platz befindet sich am Rande eines kleinen Fischerdorfes und wir stehen nur ca. 200 m vom Ortszentrum entfernt.



Auf dem Dorfplatz steht ein großen Gummibaum und rund um den Platz gibt es ein paar Restaurants und überall duftet es nach köstlichen, mediterranen Gerichten.



Neben unserem Parkplatz befindet sich eine kleine Parkanlage und ein Spazierweg führt an dem schmalen Kiesstrand entlang.



Eine Oase der Ruhe und ein schönes Badeplätzchen. Allerdings ist es uns bei den momentanten 18°C noch ein bisschen zu frisch, um ins Wasser zu gehen.



Aber es ist auch ein idealer Ort, um ein Fotoshooting mit unserer Sunshine zu starten.





Und nun wünschen Sunny und wir noch einen erholsamen Abend und ein schönes Wochenende.


Samstag, 24.01.26



Nachdem wir heute Vormittag einkaufen waren, fuhren wir zu einem unserer Lieblingsplätze in der Nähe der alten Papst-Residenz von Peñíscola.

Leider hat man es wohl im laufe des letzten Jahres, wie an vielen anderen Stellen auch, verboten dort zu übernachten.


Peñíscola ist eine malerische Küstenstadt am Mittelmeer. Besonders bekannt ist sie für ihre eindrucksvolle Altstadt, die auf einem felsigen Vorsprung direkt ins Meer hinausragt.

Wahrzeichen der Stadt ist die mittelalterliche Burg Castillo del Papa Luna, die im 13. Jahrhundert von den Tempelrittern erbaut wurde und einen spektakulären Blick über Meer und Stadt bietet.

Die Altstadt ist von einer historischen Stadtmauer umgeben und zeichnet sich durch enge, verwinkelte Gassen, weiße Häuser mit bunten Blumen und kleine Plätze aus.

Im Kontrast dazu steht der moderne Teil der Stadt mit langen Sandstränden, Promenaden, Hotels und Restaurants.

Die Strände von Peñíscola zählen zu den schönsten der Region und sind ideal zum Baden und Entspannen.



Da wir leider nicht über Nacht an diesem schönen Platz bleiben können, haben wir zumindest eine Strandwanderung entlang der Küste unternommen.



Und zum Nachmittag suchten wir uns dann an einem anderen Ort einen sicheren Schlafplatz.

Er hatte zwar nicht diese spektakuläre Aussicht wie in Peñíscola, lag aber in einem schönen Park in der Nähe des Strandes.


Sonntag, 25.01.26



Heute Morgen sah es mit dem Wetter recht freundlich aus und wir starteten schon früh, um nach Onda zu fahren.

Onda ist eine historische Stadt in der Provinz Castellón, eingebettet zwischen Hügeln und Orangenhainen, aber leider auch viel Industrie in den Randgebieten.



Hoch über der Altstadt thront die imposante Burgruine Castillo de Onda, auch bekannt als die Burg der 300 Türme, deren Ursprünge bis in die maurische Zeit zurückreichen.

Von den alten Mauern aus bietet sich ein weiter Blick über die Stadt und die umliegende Landschaft. Die Burg ist bis heute ein starkes Symbol für die bewegte Geschichte Ondas.



Die Altstadt von Onda besticht durch enge, verwinkelte Gassen, kleine Plätze und traditionelle Häuser mit bunten Kacheln.

Beim Spaziergang spürt man noch den maurischen Einfluss, der das Stadtbild über Jahrhunderte geprägt hat. Cafés, Brunnen und historische

Gebäude verleihen dem Viertel eine ruhige, authentische Atmosphäre und machen die Altstadt zum kulturellen Herzen der Stadt.



Gegen Nachmittag fuhren wir dann wieder zurück zum Strand und kamen dabei über die Brücke "Puente Termet", die an dieser Stelle das Tal des Flusses Mijares überspannt.



Unterhalb der Brücke befindet sich das Mare de Déu de Gràcia. Es ist eine Wallfahrtskapelle (Ermita/Santuario) bei Onda, die idyllisch direkt am Ufer des Río Mijares liegt.



Ermita de la Virgen Gracia ist seit Jahrhunderten ein Ort der Verehrung, Ruhe und Begegnung. Besonders bekannt ist sie für die jährlichen Prozessionen und Feste,

bei denen die Marienfigur feierlich zwischen der Stadt und der Kapelle getragen wird. Heute ist sie außerdem ein beliebtes Ziel für Spaziergänge,

Picknicks und kulturelle Veranstaltungen.



Sunny musste für die Zeit des Besuchs der Ermita de la Virgen Gracia im Auto warten, ließ uns dabei aber keinen Augenblick unbeobachtet.


Montag, 26.01.26




Wenn man immer wieder auf andere Stellplätze kommt, bekommt man auch sehr viele exotische Reisemobile zu sehen.

Heute Morgen stand dieses Ungetüm wie eine Wand vor uns. Wenn der Kasten neben einem steht, bleiben die Solarzellen im Nachtbetrieb.



Gegen Mittag kamen wir in Coves de Vinromà an. Es ist eine kleine Gemeinde in der Provinz Castellón in der Autonomen Gemeinschaft Valencia im Osten Spaniens.

Sie liegt etwa 50 km nordöstlich von Castellón de la Plana in der Region Plana Alta auf rund 200 m Höhe.



Der Ort hat weniger als 2000 Einwohner und ist ein charmantes, typisch spanisches Dorf mit einer Mischung aus Geschichte, Natur und kulturellen Angeboten – ideal für alle,

die Abseits der großen Touristenziele ein authentisches Stück Spanische Landschaft und Tradition erleben wollen.



La Moreria und das Gebiet um den Riu Sant Miquel laden zu Spaziergängen, Wanderungen und Naturerkundungen ein.

Eine Wanderung durch die Schlucht "Paraje de la Morería" ist für Naturliebhaber eine gute Wahl.



Zurzeit hat das Flüsschen nicht viel Wasser, aber anhand der Ausspülungen kann man erkennen, dass es hier auch ganz anders aussehen kann.



Hier ziehen die Pferde Gewichte (Kutsche und alte Autoreifen) durchs Wasser, um damit angeblich ihre Muskeln und Sehnen zu stärken.

Ob diese Art des Pferdetrainings noch zeitgerecht ist, darüber lässt sich streiten, aber es wird immer noch traditionell so angewandt.




Und an diesem Platz werden wir heute unsere Nacht verbringen. Morgen soll es wohl wieder einmal Regen geben, da ist ein fester Untergrund willkommen.


Dienstag, 27.01.26



Nach einer kurzweiligen Fahrt durch die Berge des Hinterlandes erreichten wir unseren Ü-Platz in Casablanca. Es war ein geschotterter Parkplatz direkt am Strand.



Hier genossen wir das tolle Abendrot während des Sonnenuntergangs.



Es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn die untergehende Sonne die großen Wolkenfelder von unten mit ihren glühenden Farben anstrahlt.


Mittwoch, 28.01.26



Für heute haben wir uns die Salinen und Reisfelder in einer der größten Lagunen Europas als Ziel ausgesucht, den L´Albufera Naturpark.



In dem kleinen Dörfchen El Palmar wohnen größtenteils die Salz-und Reisbauern. Es gibt anteilig zu den Bewohnern aber auch sehr viele Restaurants und Gasthäuser,
 
was darauf schließen lässt, dass der Ort in der Ferienzeit ein sehr beliebtes Reise- und Ausflugsziel sein muss.

Der "Aufreißer" hat schon jetzt seinen Platz auf der Straße, vor dem Restaurant, bezogen und wartet auf die ersten "Opfer".




Ein traditionelles, altes Bauernhaus zwischen den Zweckbauten des vergangenen Jahrhunders.



Die Landschaft wird von zahlreichen Kanälen durchzogen, in denen die Arbeiter nach getaner Arbeit ihre Boote anlegen.



Einige Wände und Mauern sind mit ansprechenden Bildern bemalt, auf denen Szenen aus dem Alltagsleben der Menschen in dieser Gegend dargestellt sind.



Anderen Ortes gibt es dann wieder Bilder, die die Schönheit der Natur in diesem einzigartigen Landstrich widerspiegeln sollen.



Die Realität zeigt aber auch, dass an manchen Orten noch richtig mit ganzem Körpereinsatz gearbeitet wird, um die Felder und Salzpfannen der Salinen zu bewirtschaften.



Dass man sich mit dem wachsenden Tourismus arrangiert hat und den Besuchern diverse Bootstouren in die Lagune anbietet, lässt sich an den unterschiedlichsten Ausflugsbooten erkennen.



Und für die kommende Nacht haben wir uns dieses idyllische Fleckchen als Schlafplatz ausgesucht.


Donnerstag, 29.01.26

Vom heutigen Tag gibt es nicht viel zu berichten außer, dass es auch in Spanien langsam zur Qual wird, nach einer funktionierenden V/E-Station zu suchen.

Als wir heute Morgen bei park4night nach einer Station schauten stellten wir fest, dass auf unserem nächsten Routenabschnitt nicht eine einzige V/E-Station vorhanden war.

Also fuhren wir zum nächstgelegenen Campingplatz, um dort unser Schwarzwasser zu entsorgen. Man teilte uns mit, dass die Station einzig und allein nur für die Campinggäste des Platzes

zur Verfügung stünde. Am nächsten Platz sollte die Entleerung der Toilettenkassette dann 10 € kosten. Mittlerweile waren wir schon fast wieder in Valencia und dort gab es in etwa 10 km

Entfernung eine V/E-Station.  Also machten wir den Umweg, damit die Sucherei endlich ein Ende findet. Auf dem Weg in Richtung Cullera kamen wir dann glücklicher Weise noch an einem

Einkaufszentrum vorbei, wo wir, zu dem traumhaften Preis von 1,19 €,  unseren fast leeren Dieseltank auffüllen konnten. So hatte der Umweg wenigstens noch einen positiven Sinn gehabt.



Nach einer kurzen Fahrt kamen wir dann am Nachmittag in dem gepflegten Touristenort Cullera an und fanden auch auf Anhieb einen schönen Parkplatz zum Übernachten.



Es war eine ruhige Nacht und so konnten wir heute Morgen, frisch und ausgeruht, noch eine schöne Strandwanderung machen.



Natürlich sehr zur Freude von Sunny, denn in dem weichen Sand zu toben macht ihr immer einen Wahnsinnsspaß.



Bevor wir dann unseren Weg fortsetzten, haben wir noch einen Abstecher zu einem Aussichtspunkt über der Stadt gemacht und unser altes Womo den Berg hinauf gequält.



Bei so einem klaren und sonnigen Wetter war es von hier oben ein toller Ausblick über die Stadt und das Meer.



Richtung Westen verschleierte die aufgehende Sonne die Landschaft und den Weitblick, was wiederum für eine ganz andere Bildstimmung sorgte.



Die Burganlage von Cullera ist eine beeindruckende historische Festung auf dem Gipfel des Berges hoch über der Stadt. Sie wurde ursprünglich im 9.–10. Jahrhundert während

der Zeit des Kalifats von Córdoba als strategischer Aussichtspunkt und Verteidigungsanlage errichtet und im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut, u. a. nach der

christlichen Rückeroberung im 13. Jahrhundert und im 19. Jahrhundert bei den Karlistenkriegen. Die Anlage besteht aus einer Alcazaba und mehreren Wehr- und Wachtürmen,

die einst die Region überwachten und Schutz boten; heute beherbergt die Burg das städtische Museum für Geschichte und Archäologie und ist ein wichtiges Kulturdenkmal.



Danach fuhren wir dann zu einem schönen Strandstück bei Gandia, welches wir aus vergangenen Jahren schon kannten und bezogen dort unseren Übernachtungsplatz.

Der feine Sandstrand ist nur wenige Meter von uns entfernt und ist kilometerlang.



Und mit der Drohne kann man sogar schon den Berg von Dénia erkennen, wo wir morgen, bei unseren Freunden und Nachbarn, zu einem netten Treffen eingeladen sind.



Hier bleiben wir noch bis morgen Mittag und dann geht es zu Moni und Klaus ;-)



Samstag, 31.01.26



Wie ja schon gestern geschrieben, sind wir heute Morgen nach Dénia gefahren. Da es noch recht früh war, konnten wir auch noch einen Abstecher ins Vall de Gallinera machen.

Das Vall de Gallinera ist ein idyllisches Bergtal in der Provinz Alicante, das vor allem für seine Kirschproduktion und die spektakuläre Kirschblüte im Frühjahr bekannt ist.

Es besteht aus acht kleinen Dörfern, die entlang des Tals aufgereiht sind und eine ruhige, ländliche Atmosphäre bewahren.



Als wir in Dénia ankamen, machte ich erst einmal eine Drohnenaufnahme von der alten Festungsanlage....



....und danach ging es zu unseren Freunden und Nachbarn, die ebenfalls den Winter in Spanien verbringen.



Monika und Klaus hatten schon ein leckeres Essen zubereitet und servierten uns ein 3 Gänge Menü mit Beef Stroganoff als Hauptspeise.

Allein schon dafür hat sich dieser Abstecher gelohnt. Wir verbrachten einen geselligen Abend mit vielen lustigen Geschichten und Berichten über unsere Erlebnisse.

An dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön für die Einladung an unsere Freunde, Moni und Klaus.


Sonntag, 01.02.26



Als wir dann heute Morgen wach wurden, verabschiedeten wir uns von unseren lieben Gastgebern und unsere Reise ging wieder ein Stückchen weiter in südliche Richtung.

Vorbei dan den touristischen Hochburgen wie Calpe, Altea, Benidorm und Alicante, erreichten wir nach einer anstrengenden Fahrt endlich einen ruhigen und abgelegenen

Stellplatz in der Nähe von Torrevieja. Hier werden wir die Nacht verbringen und morgen dann noch die wenigen Kilometer bis zur Lagune von La Manga fahren.


Montag, 02.02.26



Wir sind inzwischen schon an unserem heutigen Schlafplatz angekommen. Unterwegs gab es, außer reichlich Verkehr und unendliche Touristenorte, nicht viel zu sehen.



Wie man auf den Bildern gut erkennen kann, sind hier Unmengen an Wohnmobilen unterwegs. Leider ist dadurch jeder Platz aus der App "Park4Night" rappelvoll.



Ein weiteres Problem bereitet die Ver- und Entsorgung, denn es gibt nur ganz selten mal eine öffentliche Station und wenn man das Glück hat,

dass eine Station auf dem Weg liegt, so kann es sein, dass man 1 - 1,5 Stunden Wartezeit einkalkulieren muss, bis man endlich seine Arbeit machen kann.



Unser Ü-Platz liegt mitten im Neubaugebiet einer Urbanisation. Die Straßenzüge sind schon seit Jahren fertig ausgebaut, nur die Häuser bzw. Hotenanlagen fehlen noch.

Trotz alledem hatten wir dort einen sehr schönen Sonnenuntergang und anschließend eine ruhige Nacht.


Dienstag, 03.02.26



Als es heute wieder auf die Piste ging, mussten wir zunächst einmal 12 Kilometer zu der nächstgelegenen Entsorgungsstation fahren.

Anschließend ging es an der Landzunge La Manga del Mar Menor vorbei, zum Faro de Cabo de Palos.



Der Faro de Cabo de Palos ist ein historischer Leuchtturm der am 31. Januar 1865 in Betrieb genommen wurde.

Mit einer Höhe von 51 Metern (81 Meter über dem Meeresspiegel) ist er der zweithöchste Leuchtturm Spaniens und ein bedeutendes kulturelles Denkmal.

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Der Turm wurde aus den Steinen eines ehemaligen Wachturms (Torre de San Antonio) aus dem 16. Jahrhundert errichtet, der ursprünglich zur Verteidigung gegen Piraten diente.

Die Gewässer um das Kap gehören zum Meeresschutzgebiet Islas Hormigas, das als eines der besten Tauchgebiete Europas gilt.




Nach der Besichtigung des Cap´s suchten wir uns wieder einen Stellplatz in einem der Strandgebiete. Wieder waren schon sehr sehr viele weitere Urlauber auf die gleiche Idee gekommen.



Es ist für morgen wieder einmal Regen angesagt. Wenn es nicht ganz so schlimm wird werden wir einen Abstecher auf die 22 km lange Landzunge von

La Manga del Mar Menor machen und hier darüber berichten.


Mittwoch, 04.02.26



In der vergangenen Nacht hat es, wie von der Wettervorhersage angekündigt, ordentliche Niederschläge gegeben. An vielen Stellen waren große Pfützen entstanden.



Als der Regen dann endlich nachgelassen hatte starteten wir zu der Landzunge von La Manga del Mar Menor, um uns dieses für uns unbekannte Gebiet anzuschauen.


La Manga del Mar Menor ist eine einzigartige, ca. 22 km lange und sehr schmale Landzunge die das Mittelmeer von der flachen Salzwasserlagune Mar Menor trennt.

Ihre Breite variiert stark, beträgt meist zwischen 100 Metern und 1.500 Metern und sie erstreckt sich von Cabo de Palos bis zur Salinas y Arenales de San Pedro del Pinatar

Bekannt für über 300 Sonnenstunden, dicht bebaute Appartmentkomplexe und über 40 km Strände, ist es ein beliebtes Ziel für Wassersportler und Familien.



Auf der Halbinsel gibt es im Sommer bis zu 100.000, im Winter sind es hingegen nur ca. 10.000. In der Hochsaison zählen dann noch einmal bis zu 250.000 Urlauber dazu.



Gitte und ich lieben die Landschaft aber doch eher ohne die vielen Hochhäuser  und Baustellen und ziehen deshalb die weniger erschlossene Küstenregion der Cala Reona vor,

die sich weiter südlich von der Landzunge befindet.



Ein Wohnmobil-Unikat mit Slideup und einem kleinen Balkon.

Morgen geht es weiter über Cartagena nach Isla Plana. Dort wollen wir auf dem Campingplatz Los Madrilles eine langjährige Bekannte besuchen.


Donnerstag, 05.02.26



Als wir heute Morgen in Richtung Cartagena starteten, war der Himmel wolkenlos und die Sonne sorgte für angenehme Temperaturen.

Wir fuhren zunächst zu den Minen und Bergwerken in der Gegend von La Unión



Die Minen von La Unión bei Cartagena blicken auf eine 3.000- bis 4.000-jährige Bergbaugeschichte zurück,

die von den Römern bis ins 20. Jahrhundert Silber, Blei, Zink und Eisenerz lieferte.



Heute sind viele Anlagen als Industriedenkmal im Parque Minero de La Unión und der Mina Las Matildes zugänglich.

Die Cala Cortina ist ein beliebter, gut ausgestatteter Sandstrand in der Nähe von Cartagena, der für sein ruhiges, kristallklares Wasser und seine malerische Lage zwischen

Felsen bekannt ist. Er liegt nur ca. 4 km vom Stadtzentrum entfernt. Heute zeigte sich das Wasser allerdings alles andere als ruhig, denn es wurde trotz des schönen

und sonnigen Wetters für die gesamte Küstengebiete eine Sturmwarnung ausgegeben.



Im Hafenbecken von Cartagena war das Wasser noch ruhig, aber der Sturm nahm langsam Fahrt auf.



Auf unserem weiteren Weg kamen wir zunächst zum Mirador Cuestas del Cedacero, einem Aussichtspunkt, von dem aus man über den Golf von Mazarron blicken kann.



Als erstes fallen einem die Kunststoffdächer der Treibhäuser auf, aber weiter entfernt kann man auch erkennen, dass am Horizont eine Schlechtwetterfront aufzieht.



Es war einfach ein toller Anblick: Auf der einen Seite strahlte der Himmel in tiefem Blau, während auf der anderen Seite die dicken Wolken immer bedrohlicher erschienen.



Ein absolutes Naturschauspiel gab es dann, als die meterhohen Wellen der tobenden Wassermassen an den Felsen der Landspitze von La Azohía zerschellten.

Ein echtes Naturspektakel. Später fuhren wir dann nach Puerto de Mazarron und suchten uns dort einen Übernachtungsplatz.



Und zum Abschluss des Tages stelle ich mal eine Übersichtskarte unserer bisher gefahrenen Strecke ein.


Freitag, 06.02.26



Nach den Erfahrungen der letzten Tage haben wir heute unseren Reiseplan geändert. Wir werden uns zunächst einmal etwas mehr im Hinterland aufhalten,

denn wir haben keine Lust mehr darauf uns an diesem Massentourismus mit dem Wohnmobil in den Küstenregionen zu beteiligen. Es ist einfach nur noch unangenehm.

Da wird einfach jedes Eckchen Platz mit den Fahrzeugen belegt und ohne Rücksicht auf die Bevölkerung und die Natur, alles für sich in Beschlag genommen.



Und so haben wir uns heute Morgen von der Küste verabschiedet und sind landeinwärts gefahren. Hier gibt es genug zu sehen und zu bestaunen,

dass uns der Abschied von den Stränden gar nicht schwer fällt.



Als erstes Ziel haben wir uns die Schlucht Estrecho de la Arboleja bei der Ortschaft Aledo ausgesucht.

Die Estrecho de la Arboleja ist ein enger, wassergeformter Kalkstein-Canyon. Über viele tausend Jahre hat das Wasser der de Lébor die Felsen ausgewaschen

und so dieses spektakuläre Naturdenkmal geschaffen. Der Canyon ist mehrere hundert Meter lang und die senkrechten Wände können 10–15 Meter hoch sein,

an manchen Stellen so eng, dass man beide Seiten gleichzeitig berühren kann.



Der Einstieg erfolgt über einen schmalen Weg, der zum Grund der Schlucht führt.

Besonders eindrucksvoll ist der starke Kontrast zwischen dem hellen, trockenen Umfeld und dem dunklen Inneren des Estrecho

                   

Zwischen den glatt gewaschenen Felsen kann man die stetige Kraft des Wassers gut erkennen.

Die Schlucht wird manchmal das „spanische Antelope Canyon“ genannt, weil sie in Mini-Form an die berühmten Slot Canyons in den USA erinnert.



Nach diesem Zwischenstopp führte uns unsere Route entlang der westlichen Seite der Sierra Espuña.

Die Sierra Espuña ist ein beeindruckendes Mittelgebirge in der Region Murcia und zählt zu den bedeutendsten Naturlandschaften im Südosten Spaniens.



Die Bergkette bietet eine große Vielfalt an Pflanzen und Tieren sowie spektakuläre Ausblicke, Schluchten und Karstlandschaften.



Als Naturpark ist sie bekannt für ihre ausgedehnten Pinienwälder, die Ende des 19. Jahrhunderts zur Eindämmung von Erosion angelegt wurden.



Eine der sehenswürdigen Städt in dieser Gegend ist unter anderem der Ort Mula.

Das imposante Castillo de los Vélez thront über dem Ort und prägt die Skyline, auch wenn die Innenräume heute meist nicht besichtigt werden können



Mula liegt in einem fruchtbaren Tal im Hinterland von Murcia und hat sich über Jahrtausende als Siedlung entwickelt. Seine Geschichte reicht von der Eneolithischen

Zeit über die iberische Kultur und römische Präsenz bis zur mittelalterlichen und neuzeitlichen Stadt mit mächtigen Adelsfamilien.



Hier wollten wir eigentlich auf dem öffentlichen Stellplatz übernachten, aber es bot sich uns der gleiche Anblick, wie auch schon in den Küstengebieten.

Der Stellplatz war maßlos überfüllt und einige hatten den Platz wohl auch mit einem Campingplatz verwechselt, denn es standen Tische und Stühle vor ihren Womos.



Unter den beschriebenen Umständen zogen wir es dann vor, uns eine Alternative zu dem vollen Platz zu suchen ;-)


Über einen Eintrag in unser neues Gästebuch würden wir uns sehr freuen.


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