Unsere Polen-Rundfahrt im Herbst 2021 / Teil 3

 

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In der Slowakei angekommen.

Dies war unser erster Übernachtungsplatz in der Slowakei. Ein kleiner Parkplatz zwischen zwei,

mehr oder weniger alten, Holzkirchen.

Die goldenen Lirchtürme glitzerten in der Abendsonne.

 

 

 

Etwas weiter im Landesinneren der Slowakei.

Eine sehr moderne orthodoxe Kirche im slowakischen "Svidnik".

Diese schmucke Reihenhaussiedlung, in dem Städtchen "Hniezdne", war uns einen Foto-Stopp wert.

Na, da ist die Sunny aber skeptisch. "Was will denn der hier?"

 

 

Panoramablick auf die "Hohe Tatra".

Nachdem wir einen geräumigen Parkplatz gefunden hatten, konnten wir uns erst einmal

die nähere Umgebung anschauen.

 

 

 

Bei dem frischen Gebirgswasser war Sunny kaum noch zu halten.

Ein neuer Tag und wir wollen eine Wanderung in die Berge machen. Da es in der Tatra keinen

Straßenverkehr gibt, ist die Auswahl an Wanderwegen riesig.

Auf geht´s.

Immer wieder schöne Holzhäuser.

 

 

 

Nach einiger Zeit bemerkten wir, dass wir nicht allein in diesem Gebiet unterwegs waren.

Überall auf den Wegen und in kurzen Abständen lagen Hinterlassenschaften von Bären. Klar wussten wir, dass es hier

Braunbären geben soll, aber dass sie die gleichen Wanderwege wie wir benutzen, dass wussten wir nicht.

Achtung, Kreuzotter kreuzt den Weg. Da war Sunny mit ihrer Nase aber ganz vorsichtig.

Frischer Wolfskot! Der lag beim Beginn unserer Wanderung noch nicht da.

Der "Indian Summer" mit seinen leuchtenden Farben.

 

Blick von der Hohen Tatra zur Niederen Tatra.

Hallo, .....jemand Zuhause?

Das war unser Camp, der Parkplatz bei Podbanske, auf der slowakischen Seite der Tatra.

 

Abenteuerwanderungen zu den Bären und Wölfen.

Am nächsten Tag fuhren wir zurück nach Polen, genauer gesagt nach Zakopane

und deren märchenhafte Vororte.

In dieser Landesteil ist wirklich ein Holzhaus schöner als das andere.

 

Es sieht hier genauso aus, als hätte man die Zeit vor 100 Jahren angehalten.

 

Dicke Holzbohlen sorgen für ein gutes Wohnklima und eine gute Isolierung.

 

Bunt geschmückte Vorgärten machen die Häuser noch ansehnlicher.

 

Zwischendrin dann und wann auch wieder eine imposante Holzkirche.

Und der damalige Papst Jan-Pawel II (Johannes Paul II) wacht über das Wohlergehen seiner Gläubigen.

Solche Statuen findet man überall im Lande. Das polnische Volk ist wohl immer noch sehr stolz auf das ehemalige Kirchenoberhaupt.

Ein typisches Berghaus in dieser Gegend.

Zakopane war in der Vergangenheit häufiger Austragungsort von bedeutenden Wintersportereignissen

und hat das größte Wintersportgebiet des Landes.

Unten links im Bild ist die olympische Ski-Sprungschanze zu erkennen.

So manch einer hat sich hier sein "Traumhaus" bauen lassen.

Dieses Haus erinnert schon ein bisschen an die Hobbit-Siedlung, Höbbingen, im Auenland.

 

 

 

 

So, nach dieser tollen Immobilienschau über der Erde......

......sollte es nun in die tiefen Eingeweide von Mutter Erde und dem Salzbergwerks von "Wieliczka" gehen.

Zunächst stehen aber erst einmal 380Treppenstufen abwärts auf dem Programm.

Dann führt der Weg durch viele Gänge und Hallen,.....

.....in denen zum Teil das harte Leben der Bergleute nachgestellt wurde.

Auch hier musste ich unweigerlich an die dunklen "Höhlen von Moria", aus dem "Herr der Ringe", denken.

Selbst ein Bildnis von "Mikolaj Kopernikus" wurde von den Arbeitern aus dem Salzgestein gemeißelt.

 

 

 

Immer wieder wurden wir durch die Arbeitsplätze unter Tage geführt.....

....und häufig ging es über hölzerne Treppen weiter hinab.

 

 

Durch Verdunstung gewachsener Salzstein.

Hier ist einfach alles aus Holz und aus Salz. Selbst die Kronleuchter sind aus Salz gefertigt.

Bildhauerei und Kunstwerke aus Salzgestein. Dazu eine unglaubliche, dreidimensionale Tiefe in den Bildern

Dieser Gastraum ist z.B. gerade einmal 10 cm tief und bekommt seine 3D-Tiefe nur durch

den Lichtschein der Lampen.

Der Altar in der unterirdischen Kirche. Alles aus Salzstein gefertigt.

Die heilige Familie auf dem Weg nach Bethlehem.

Auch die glänzenden Fussbodenplatten bestehen aus dem würzigen Material.

Auch malerische Seen sind auf dem Weg durch die Unterwelt zu bestaunen.

Immer wieder führt es uns durch riesige Hallen, mit erstaunlichen Holzkonstruktionen.

 

 

Abenteuerliche Wege an den salzigen Felswänden empor.

 

 

Eine gemütliche Cafeteria in 136 m Tiefe.

Der Festsaal für große Anlässe. Platz genug für eine große Hochzeitsfeier oder ähnliches.

Immer wieder kommt man an klei en Kapellen vorbei. Sie waren den gläubigen Bergleuten wohl sehr wichtig.

Wo geht´s denn jetzt lang?

Und hier verabschiedeten wir uns, nach einem fast 3 stündigen Fussmarch durch die Unterwelt,

von der phantastischen Grube und fuhren in einem engen Förderkorb zurück ans Tageslicht.

Nachdem wir das Erdreich wieder verlassen hatten, war unser nächstes Ziel das 15 km entfernte "Krakau".

Krakau haben wir als quirlige und bunte Stadt wahrgenommen. Hier leben viele junge Menschen,

die mit ausgefallenen Ideen unglaublich viel Farbe und Freude ins Leben bringen.

Aber ebenso findet man zahlreiche nostalgische Momente, wenn man durch die Straßen spaziert.

Hier die alten Pferdekutsche vor den Tuchhallen.

Der begehbare Kopf.

Das "Ja"-Wort in Krakow. Wie romantisch ;-)

 

Die Marienkirche am Hauptmarkt.

 

Viele bunte Angebote in den Tuchhallen.

 

Fotoshooting auf dem Hauptmarkt.

Überall findet man gut sortierte Läden mit ausgefallenen Waren.

Im bekannten "Jüdischen Viertel" der Stadt.

Hier herrscht vor allem in den Abendstunden ein fröhliches Treiben....

....und vielerorts Livemusik.

Die alte Synagoge im Krakauer Stadtteil Kazimierz, dem jüdischen Viertel.

 

 

 

In den Seitenstraßen sind jede Menge solcher kleinen Cafés und Bars.

In einigen von diesen Läden werden ganz spezielle Köstlichkeiten angeboten.

 

Blick auf die Weichsel und den Wawel.

Der "Wawel" ist der 228 m hohe Hügel aus Kalkfelsen, der sich im Zentrum Krakaus an der linke

Uferseite der Weichsel, erhebt. Auf ihm befindet sich die Burganlage der ehemaligen Residenz der

polnischen Könige von 1040 bis 1795, die Krakauer Kathedrale und andere historischer Bauten. Der

Erstbebauung des Hügels im Frühmittelalter folgten im Laufe der Jahrhunderte immer mehr Gebäude.

Der Wawel und die Wawel-Kathedrale. Zusammen mit der Krakauer Altstadt gehört das

Bauensemble zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Die katholische Andreas-Kirche in der Grodzkastraße. Im Jahr 1080 wurde die auch als Wehrkirche dienende

Andreaskirche aus massivem Haustein im romanischen Stil errichtet. Ihren Zweck als militärische

Verteidigungsanlage erfüllte die Kirche im Jahr 1241, als Krakau bei einem Angriff der Tataren zerstört,

die Andreaskirche hingegen die Angreifer abwehren konnte.

Zum Abschied von Krakau noch ein leckeres Speiseeis für auf die Hand.

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Zum Schluss unserer Reise wollten wir noch einen Abstecher nach Tschechien machen.......

 

.....und legten noch einen Zwischenstopp am ehemaligen Konzentrationslager "Auschwitz" ein.

Es war sehr bedrückend und nicht zu begreifen, welch menschliche Grausamkeiten sich in

diesen Lagern abgespiel hatten.

Man kann nur hoffen, dass sich solche Entwicklungen niemals wiederholen werden.

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Von Auschwitz fuhren wir dann noch durch das tschechische Altvater-Gebirge, zu den Geburtsorten von Gittes Eltern.

Einen weiteren Stopp machten wir im Český ráj (deutsch: Böhmisches Paradies) bei Prachov.

Hier hatten wir leider sehr viel Regen und wollten uns dementsprechend nicht mehr länger hier aufhalten.

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Zwei Tage später, nach fast sechs Wochen und guten 5500 km, waren wir dann wieder in der Heimat angekommen.

Alles in allem, war es eine sehr interessante und auch abenteuerliche Reise. Die Menschen, die wir unterwegs kennen gelernt hatten,

waren durchweg freundlich und uns gegenüber sehr aufgeschlossen. Die Versorgung mit Trinkwasser war durch die späte Jahreszeit in der wir unterwegs

waren erschwert, denn die meisten Campingplätze hatten inzwischen ihre Pforten verschlossen. Wenn unser Trinkwasser knapp wurde, kauften wir oftmals

Wasserkannister beim Discounter und füllten diese in unseren Wassertank. Bei der Entsorgung sah es auch nicht besser aus, aber zum Glück gibt es in

Polen an vielen Stellen des öffentlichen Lebens Dixi-Klo´s.

Da wir im Juli-August eine ähnlich lange Reise durch die Normandie und Bretagne gemacht hatten, ist uns die fehlende Camper-Infrastruktur in Polen

natürlich als sehr lästig aufgefallen, denn wir mussten nicht selten intensiv nach V/E-Möglichkeiten suchen.

In dieser Beziehung steht Frankreich wohl zu recht auf Platz 1 der Campingländer.

Ich denke aber, dass es auch hier in Polen in den Sommermonaten alles ein bisschen einfacher ist.

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So, und nun bedanken wir uns für euer Interesse und hoffen, dass ihr mit unserer Dokumentation Spaß, Unterhaltung und vielleicht sogar einige

Anregungen für eine eigene Tour durch Polen gefunden habt. Da wir zurzeit unsere Winterflucht nach Spanien planen, die Ende des Monats

starten sollte, wird es bestimmt über kurz oder lang auch hier wieder einen neuen Bericht geben.

 

Wir wünschen euch allen eine schöne Weihnachtszeit und vor allem ein gesundes Neues Jahr 2022.

 

Bis demnächst mal wieder,

Peter und Gitte

 

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